Die übergreifenden Trends im Content-Marketing.

Frag jemanden, der voll in der Virtual-Reality-Welt steckt, und du wirst hören, dass VR der größte Trend des Jahres ist. Aber was sind eigentlich die Trends dieses Jahres, wenn wir von Content-Marketing sprechen? Nach dem Besuch eines interessanten Webinars waren wir inspiriert, einige übergreifende Trends zusammenzustellen.

Vom Hinterzimmer in den Vorstand

Content-Marketing wird noch oft als Aufgabe gesehen, die man mal eben nebenbei erledigen kann. Mal eben ein paar Social-Beiträge ausarbeiten kann kein Vollzeitjob sein. Das stimmt, aber zum Fachgebiet Content-Marketing gehört viel mehr als nur ein paar Beiträge zu tippen.

Während der Content-Marketer heute noch als ausführender Mitarbeiter gesehen wird, müssen wir dieses Jahr wirklich mal schauen, wie das anders gehen kann. Der Content-Marketer sollte auf der gleichen Ebene stehen wie zum Beispiel ein Marketing-Manager. Und nur dann ist es möglich, den Content intern und extern auf demselben Niveau zu haben.

Content-Marketing geht über die Marketingabteilung hinaus. Es ist für das gesamte Unternehmen wichtig. Denk hierbei zum Beispiel an das Anziehen neuer talentierter Mitarbeiter. Mit einer guten Content-Strategie kannst du zeigen, warum jemand bei dir im Unternehmen arbeiten sollte. Und deshalb ist es wichtig, Content-Marketing durch das gesamte Unternehmen zu ziehen.

Nicht alles ist digital first

Druckerzeugnisse feiern ein Comeback. Und damit meinen wir nicht die Band. Physische Zeitschriften sind wieder gefragt. So kommen immer mehr Unternehmen wieder mit einem Magazin oder einer anderen Print-Form heraus. Wir machen selbst auch gerne bei dieser Entwicklung mit und haben kürzlich unsere erste Ausgabe des Webba-Magazins veröffentlicht.

Physische Zeitschriften haben gegenüber digital einige Vorteile. So sehen wir, dass Zeitschriften oft länger auf dem Couchtisch oder im Bücherregal liegen bleiben. Das bedeutet, dass es unglaublich einfach für Menschen ist, die Zeitschrift mal wieder zur Hand zu nehmen. Natürlich sind Reichweite und Interaktion bei einer Zeitschrift nicht so konkret messbar wie bei einer Website. Aber wir sagen auch nicht, dass du dich zwischen den beiden entscheiden musst, setze beide Kanäle ein und erlebe die Vorteile dieser Kombination.

Content-Marketing, Logo-Design

Von Daten zurück zu Menschen

Wir versuchen natürlich, Content für die Person zu erstellen und nicht für die Daten. Immer öfter wird der Content-Marketer an den Leistungen gemessen, die auf Basis von Daten erbracht werden. Und das, während wir den Content natürlich nicht für die Daten schreiben. Natürlich musst du Daten als „Performance-Messgeräte“ nutzen, aber lasst uns bitte weiterhin für das schreiben, was der Mensch sehen möchte, und nicht nur für das, was gut abschneidet.

Socials sind kein nachhaltiges Modell

Laut den Sprechern beim Webinar werden die Social-Media-Kanäle in einigen Jahren nicht mehr relevant für Unternehmen sein. Dem stimmen wir nur teilweise zu.

Wir sehen alle, dass die organische Reichweite deiner Social-Media-Beiträge unglaublich abnimmt. Deine Follower sind nicht mehr wirklich deine Follower. Nur ein kleiner Prozentsatz deiner Follower bekommt deinen Content tatsächlich auf organische Weise zu sehen. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass große Namen zum Beispiel in der Musikindustrie eine eigene Plattform für ihre Fans schaffen.

Andererseits bietet Social Media noch unglaublich viele Chancen. Eine der neuesten Entwicklungen bei Instagram ist ein schönes Beispiel dafür. Instagram bringt den chronologischen Feed zurück. Das bedeutet, dass alle veröffentlichten Beiträge in chronologischer Reihenfolge erscheinen. So geht Instagram doch wieder auf die sinkende organische Reichweite ein. Außerdem bleibt Social Media ein Kanal, über den du deine Zielgruppe sehr gezielt ansprechen kannst.

Content bekommt eine interne Rolle

Darauf sind wir etwas früher in diesem Blog auch schon eingegangen. Content ist nicht mehr nur etwas, das für die externe Kommunikation eingesetzt wird. Menschen brauchen heutzutage mehr als einen Tischtennistisch, um bei deinem Unternehmen arbeiten zu wollen. Vor allem die jüngere Generation sucht nach einem Unternehmen, für das sie „Sympathie“ empfinden.

Andererseits wird es auf dem aktuellen Arbeitsmarkt auch immer schwieriger, Mitarbeiter zu halten. Die Zahl der offenen Stellen schießt durch die Decke, und mancher Mitarbeiter wechselt zu einem anderen Unternehmen. Einfach mehr Gehalt anzubieten ist nicht mehr für jeden ein Grund zu bleiben. Mitarbeiter sind auf der Suche nach einer anderen Art von Motivation.

Um diese Motivation auszulösen, kann Content-Marketing eingesetzt werden. Bestimme anhand einiger Fragen den Grund, warum Mitarbeiter bei dir arbeiten wollen. Was ist die Geschichte deines Unternehmens? Was ist der Mehrwert, den du zum Leben des Mitarbeiters hinzufügst? Kommunikation und Content-Marketing sind der Schlüssel.

Content-Marketing, starke Texte schreiben

Kein Tofu, sondern Bofu

Wir müssen Content-Marketing anders angehen. Es muss als Grundlage genutzt werden. Von Anfang an muss eine gute und relevante Strategie vorliegen. Auf diese Weise kann dein Unternehmen erfolgreich werden auf Basis von Content-Marketing. Statt Content-Marketing hinterher einzusetzen, um Erfolg zu schaffen. Kein Top of Funnel, sondern Bottom of Funnel.

Audio bleibt uns erhalten

Und damit meinen wir nicht Podcasts. Heutzutage kann jeder einen Podcast starten und seine Meinung herausschreien. Wir denken eher an eine, erschrick nicht, „Clubhouse“-Form. Ja, die gefloppte App „Clubhouse“. In dieser Form von Audio-Content steckt eine ganze Menge Potenzial, sofern sie gut umgesetzt wird.

Wir denken an Gespräche zwischen Experten auf einem bestimmten Fachgebiet, bei denen Gäste dabei sein können und nur sprechen, wenn danach gefragt wird. Eine Art Mix aus Podcast und Live-Event mit Sprechern. Wenn keine Meinungen, sondern Fakten geteilt werden, kann Audio groß werden.

Worauf setzt du dieses Jahr?

Content-Marketing bekommt bei uns im Unternehmen langsam auch eine immer wichtigere Rolle. Intern und extern muss die Botschaft dieselbe sein, und dem versuchen wir so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken. Wie sieht das bei deinem Unternehmen aus? Wird auf Content-Marketing gesetzt, oder schaust du noch ein bisschen die Katze aus dem Baum an? Unser Rat ist, zumindest einen Anfang zu machen. Und dann bei der Grundlage beginnen, schau dir dein eigenes Unternehmen und die Geschichte an, die du erzählen möchtest. Kommst du nicht ganz weiter oder hast du nicht genug Zeit? Dann klopf einfach bei uns an. Wir können dir bei deinem Content-Marketing helfen.