reCAPTCHA: Ein Ende für ein Postfach voller Spam.

Angenommen, du willst für deine Kunden erreichbar sein:
Du fügst deiner Website ein Kontaktformular hinzu.
Kunden können dich jetzt einfach erreichen.
Aber leider… neben den Kundenreaktionen bekommst du auch viel Spam, unerwünschte und merkwürdige Nachrichten in deinem Postfach. Oft von Bots. Wie kannst du dagegen vorgehen? Google hat dafür eine Lösung: reCAPTCHA.

Erst mal zurück, was ist ein Bot eigentlich genau? 🤖

Sieh einen Bot als eine Softwareanwendung, die automatische Aufgaben im Internet ausführt. Oft sind das einfache und strukturierte Aufgaben, die um ein Vielfaches schneller ausgeführt werden, als es einem Menschen je gelingt. Laut incapsula.com war 2016 die Hälfte der Internetnutzer ein Bot. Diese Bots können sowohl gutartig als auch bösartig sein.
Bot Traffic

Quelle: https://www.incapsula.com/blog/bot-traffic-report-2016.html

Beispiele für gutartige Bots sind Bots, die Computerspiele spielen, eine Webseite aufrufen (zum Beispiel der Google-Bot) oder zum Beispiel chatten. Bösartige Bots sind zum Beispiel Bots, die zu Tausenden gleichzeitig deine Website besuchen, wodurch diese überlastet wird. Oder zum Beispiel automatische Nachrichten an deine Website senden. Um das zu bekämpfen, hat Google also reCAPTCHA eingeführt.

Aber was macht reCAPTCHA?

reCAPTCHA ist ein System, das von Google entwickelt wurde, um herauszufinden, ob der Computernutzer ein Mensch ist und kein Bot.

Wie funktioniert reCAPTCHA?

  1. Sobald reCAPTCHA auf einer Website oder einem Webshop installiert ist, schaut sich Google an, wie sich ein Nutzer auf der Website verhält.
  2. Vermutet Google beim Absenden eines Kontaktformulars, dass der Nutzer möglicherweise ein Bot sein könnte, wird reCAPTCHA aktiviert.
  3. Der Nutzer wird gebeten, das Häkchen „Ich bin kein Roboter“ anzuklicken, wie unten dargestellt:
  4. Oft gefolgt von einer Art „Puzzle“, das gelöst werden muss. Dieses „Puzzle“ bekommst du allerdings erst zu sehen, wenn Google den Verdacht hat, dass der Nutzer ein Bot ist. So ein Puzzle sieht folgendermaßen aus:

Recaptcha Beispiel

  1. Auf diese Weise wird es Bots in fast allen Fällen unmöglich gemacht, Spam zu versenden

Interessiert an reCAPTCHA? Dann lies direkt wie du reCAPTCHA auf deiner Website installierst .

Woher weiß Google, ob du ein Bot bist?

Die Einschätzung, ob der Nutzer ein Bot ist, nimmt Google vor, indem es während des Website-Besuchs einige Faktoren mitmisst. Was diese Faktoren genau sind, ist nicht vollständig bekannt, und Google wird das auch nicht vollständig teilen. Einige Faktoren, die eine Rolle spielen, sind aber:

  • IP-Adresse: Wurde diese IP-Adresse schon einmal als Bot erkannt?
  • Die geladenen Ressourcen: Ein einfacher Bot lädt keine Bilder oder andere Elemente, ein normaler Nutzer schon.
  • Anmeldung: Ist jemand mit einem Google-Konto angemeldet? Gehört dieses Konto zu einer echten Person? Oder ist das ein unbekanntes Konto?
  • Verhalten: Wie verhält sich jemand auf der Website? Scrollt jemand ruhig durch eine Seite oder klickt er auf jede mögliche und merkwürdige Stelle auf der Website?
  • Verlauf: Hast du einen Suchverlauf in deinem Internetbrowser? Bots haben oft keinen Suchverlauf.

Heutzutage wird reCAPTCHA etwa 100 Millionen Mal pro Tag genutzt. Viel genutzte Websites sind Facebook, Twitter und CCN.com.

Wie sieht ein reCAPTCHA auf einer Website aus?

Um dir einen guten Eindruck davon zu verschaffen, wie reCAPTCHA aussieht, findest du hier eine Demo. Diese Demo zeigt ein Beispiel-Kontaktformular.

Verschiedene Versionen

Es bleibt ein schwieriger und fortlaufender Prozess, Bots von Menschen zu unterscheiden. Deshalb entwickelt Google reCAPTCHA auch weiter. Der Slogan von reCAPTCHA lautet „Tough on Bots, Easy on Humans.“ (hart gegen Bots, leicht für Menschen). Dabei ist das Ziel, reCAPTCHA immer benutzerfreundlicher zu machen. So hat Google in den letzten Jahren verschiedene Versionen entwickelt, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern:

  • Im Jahr 2007 bat reCAPTCHA darum, Wörter abzutippen. Dabei wurde ein Strich durch das Wort gezogen, damit Bots die Wörter selbst nicht entziffern konnten.

reCAPTCHA mit Wörtern

  • Im Jahr 2012 begann reCAPTCHA mit der Nutzung von Hausnummern aus Google Street View.

reCAPTCHA mit Hausnummern

  • Im Jahr 2014 bat reCAPTCHA den Nutzer, ein oder mehrere Bilder aus neun Bildern auszuwählen. Wie im folgenden Beispiel.reCAPTCHA mit Bilderrätseln

Welche Versionen sind derzeit verfügbar?

Momentan sind zwei Versionen von reCAPTCHA verfügbar, nämlich:
reCAPTCHA v2 – Innerhalb dieser Version hast du 3 verschiedene Möglichkeiten:

  1. Checkbox: Jeder Nutzer muss beim Ausfüllen eines Kontaktformulars auf die Checkbox klicken. Vermutet reCAPTCHA, dass der Nutzer ein Bot ist, wird ein „Puzzle“ angezeigt.
  2. Unsichtbar: reCAPTCHA ist nicht sichtbar. Es wird nur angezeigt, wenn auf einen Button auf der Website geklickt wird, zum Beispiel einen „Senden“-Button.
  3. Android: Das ist ein reCAPTCHA, das deine Android-App schützt.

reCAPTCHA v3 die neueste reCAPTCHA-Version wird erst angezeigt, wenn der Nutzer über einem bestimmten „Risiko-Score“ liegt. Wie hoch dieser „Risiko-Score“ sein darf, kannst du selbst bestimmen. Außerdem kannst du Google mitteilen, welche die wichtigsten Seiten der Website sind, damit diese extra geschützt werden.

Wie nutze ich reCAPTCHA?

Im Folgenden ein Stufenplan, wie du für die Integration von reCAPTCHA sorgst:

  1. Einen API-Schlüssel erstellen
    Willst du reCAPTCHA nutzen, musst du einen API-Schlüssel erstellen. Dieser Schlüssel sorgt für eine Verknüpfung zwischen reCAPTCHA und deiner Website. Du erstellst diesen Schlüssel über diese Website.
  2. Fülle die Felder aus
    Jetzt ist es deine Aufgabe, die Felder auszufüllen. Welches reCAPTCHA du einrichten möchtest, ist abhängig von deinen Wünschen .reCAPTCHA anfordern
  3. Registrieren
    Klicke anschließend auf den Registrieren-Button, du bekommst einen Schlüssel angezeigt, den du für die Integration auf deiner Website nutzen musst.reCAPTCHA-Schlüssel
  4. Installieren
  • WordPress
    Das Installieren von reCAPTCHA v2 innerhalb von WordPress ist recht einfach und kann mit einem Plugin erledigt werden. Leider gibt es noch kein Plugin für reCAPTCHA v3. Für die Integration davon helfen dir unsere Spezialisten gerne.
  • Joomla
    Joomla hat eine Standardoption zur Integration von reCAPTCHA. Wie du das machst, liest du hier.

Fazit

Spam, der über Bots hereinkommt, kann in deinem Postfach für viel Chaos sorgen. Außerdem kann es zulasten der Benutzerfreundlichkeit deiner Website gehen, was sich wiederum auf deine Online-Auffindbarkeit auswirken kann. Um diesen Spam zu bekämpfen, ist reCAPTCHA eine gute Lösung, die die Qualität deiner Website verbessern wird!

Hilfe beim Hinzufügen von reCAPTCHA zu einem Kontaktformular nötig?

Brauchst du Hilfe beim Hinzufügen von reCAPTCHA? Je nach Art deiner Website können wir dir dabei helfen. Nimm direkt Kontakt auf oder ruf an unter 0591-71 46 99.