Informationspflicht und Widerrufsrecht, was ist das?
Wenn du einen Webshop betreibst, musst du dich an bestimmte Regeln, Gesetze und Pflichten halten. Denk hierbei an die Informationspflicht und das Widerrufsrecht. Keine Ahnung, was das genau bedeutet? Lies schnell weiter und finde es heraus.
Informationspflicht
Informationspflicht bedeutet wortwörtlich, dass du deinen Kunden bestimmte Informationen zur Verfügung stellst. Die Informationen, die du vor dem Kauf bereitstellen musst, sind:
1. Kontaktdaten deines Unternehmens
Denk hierbei an deinen Unternehmensnamen, Adresse, Telefonnummer und gegebenenfalls E-Mail-Adresse.
2. Deine Handelsregister- und USt-IdNr.
Das Hinzufügen dieser Daten sorgt dafür, dass Verbraucher sehen, dass das Unternehmen wirklich existiert.
3. Bestellinformationen
Hier gibst du an, um welches Produkt es sich handelt, welche Produkteigenschaften es hat und in welcher Menge die Bestellung möglich ist.
4. Zahlungsinformationen
Gib den Preis des Produkts an, sag, ob der Preis inklusive oder exklusive Mehrwertsteuer ist, und zeig, welche Zahlungsmöglichkeiten es gibt.
5. Versand
Erzähl, wie die Lieferzeit des Produkts ist und welche Kosten eventuell damit verbunden sind.
6. Rückgabe
Gib an, unter welchen Bedingungen ein Produkt zurückgegeben werden kann oder nicht und innerhalb welchen Zeitraums das möglich ist.
7. Garantie
Erzähl, ob es eine Garantie gibt, wie lange die Garantie gilt und welche Bedingungen damit verbunden sind.
Die obigen Informationen müssen klar auf deinem Webshop zu finden sein, und die Sprache muss für deine Kunden verständlich sein. Außerdem ist es wichtig, dass Kunden diese Informationen nach dem Kauf erhalten. Das kann geschehen, indem du die Informationen zum Beispiel mit einer Bestätigungsmail mitschickst.
Widerrufsrecht
Der Käufer kann innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Produkts vom Kauf zurücktreten. Das ist im Widerrufsrecht beschrieben. Als Webshop-Betreiber bist du verpflichtet, das Widerrufsrecht und das festgelegte Musterformular auf deiner Website zu haben. Ist dein Kunde nicht über das Widerrufsrecht informiert? Dann hat der Kunde ein Jahr Zeit, vom Kauf zurückzutreten. Nachdem der Kunde mitgeteilt hat, dass er vom Kauf zurücktritt, zum Beispiel indem er das Musterformular ausgefüllt oder eine E-Mail geschickt hat, hat der Kunde noch 14 Tage Zeit, das Produkt zurückzuschicken.
Es gibt einige Ausnahmen vom Widerrufsrecht, wie zum Beispiel:
Datenschutz und personenbezogene Daten
Außerdem gibt es für einen Webshop Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten. Zum Versenden der Produkte brauchst du die personenbezogenen Daten. Aber diese Daten darfst du nicht länger als nötig aufbewahren. Außerdem musst du deine Kunden darüber informieren, was mit ihren Daten passiert, darfst du nicht mehr Daten abfragen als nötig, und musst du zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen treffen. Das Informieren deiner Kunden über den Datenschutz geschieht durch eine Datenschutzrichtlinie, die auf dem Webshop zu finden ist. Und durch die Cookie-Richtlinie. Du kennst bestimmt die Pop-ups mit der Frage, ob du die Cookies akzeptierst. Möchtest du mehr über Cookies wissen? Lies es hier.
Erfülle ich meine Pflichten?
Sorge dafür, dass alle Informationen auf deinem Webshop verfügbar sind. Das gibt deinen Kunden nämlich Vertrauen. Aber dann musst du auch dafür sorgen, dass die verfügbaren Informationen auch korrekt sind. Möchtest du sicher sein, dass alles stimmt und dass du die Informationspflicht und das Widerrufsrecht erfüllst? Dann nimm Kontakt mit uns auf.