E-Commerce in Deutschland: Was solltest du bedenken?

E-Commerce in Deutschland kann schöne Chancen für deinen Webshop bieten. Nicht nur, wenn du dem niederländischen Markt entwachsen bist, sondern auch, um neue Möglichkeiten und Märkte zu erreichen. Es gibt einige Punkte, die du berücksichtigen musst, wenn du diesen Schritt machen möchtest. Wusstest du, dass Deutschland etwa neuneinhalbmal größer ist und ungefähr fünfmal so viele Einwohner hat wie die Niederlande? Außerdem gehören unsere östlichen Nachbarn zu den größten Online-Shoppern Europas. Das macht Deutschland zu einem großen Absatzmarkt, und das buchstäblich direkt vor der Haustür. Aber was musst du konkret bedenken, wenn du in Deutschland starten möchtest? In diesem Blogbeitrag beleuchten wir einige wesentliche Punkte.

Deutsche Domain registrieren

Wenn du eine deutsche Version deines Webshops starten möchtest, wirst du sehr wahrscheinlich eine .de-Domain wollen. Bedenke, dass das nicht so einfach geht wie das Registrieren einer .nl-Domainendung. Für eine .de-Registrierung muss eine Person oder ein Unternehmen in Deutschland ansässig sein. Ist das nicht der Fall? Dann muss eine zeichnungsberechtigte Person benannt werden, die in Deutschland ansässig ist. Bei Webba können wir über den Trustee-Service von Openprovider .de-Domains für alle unsere Kunden registrieren. Mehr Informationen über das Registrieren von .de-Domains findest du bei openprovider.eu.

Ein geschäftliches Design für deinen Webshop

Deutsche Websites haben im Allgemeinen eine formellere und geschäftlichere Ausstrahlung als niederländische Websites. Das hat viel mit der deutschen Unternehmenskultur zu tun, die auf Professionalität, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit ausgerichtet ist.

Wo du dir in den Niederlanden Mühe gibst, auf eine etwas verspieltere Weise eine einzigartige Website hinzustellen, wird das in Deutschland weniger geschätzt. Hier bevorzugt man eine straff strukturierte und ordentliche Präsentation von Informationen. Auch die Sprache auf deutschen Websites ist oft formell und geschäftlich im Ton. Obwohl es natürlich immer Raum für Kreativität und Individualität gibt, wird in Deutschland ein konservativerer Ansatz geschätzt.

Zahlungsoptionen in Deutschland

Im Gegensatz zu den Niederlanden, wo iDEAL eine weit verbreitete und beliebte Zahlungsmethode ist, sieht die Situation in Deutschland etwas anders aus. Deutsche Verbraucher nutzen oft andere Zahlungsmöglichkeiten, die sich prima über Mollie einrichten lassen, wie zum Beispiel:

– PayPal
– Kauf auf Rechnung
– Kreditkarte

Wenn du ernsthaft erwägst, den deutschen Markt zu betreten und deine Produkte oder Dienstleistungen deutschen Verbrauchern anzubieten, kann es sich durchaus lohnen, ein deutsches Bankkonto zu eröffnen. Indem du eine lokale deutsche Kontonummer anbietest, schaffst du bei deinen deutschen Kunden ein Gefühl von Vertrauen und Zuverlässigkeit. Sie werden sich wohler fühlen, Zahlungen direkt auf eine deutsche Bankkontonummer zu überweisen, statt auf eine ausländische Kontonummer.

Union-Regelung: Umsatzsteuer melden und zahlen

Wenn Produkte außerhalb der Niederlande geliefert werden, schuldest du Umsatzsteuer an das betreffende Land. Das kannst du regeln, indem du dich beim niederländischen Finanzamt meldest. Wenn du eine ausländische Niederlassung hast, gelten andere Regeln, und musst du dich beim Finanzamt des betreffenden Landes melden.

Eigentümer und Adresse auf der Website

In Deutschland ist es wichtig, Informationen über den Eigentümer auf deiner Website zu platzieren. Deutsche Besucher möchten wissen, mit wem sie Geschäfte machen und wo diese Person ansässig ist. Gib deshalb neben den nötigen Informationen über dich als Eigentümer auch die Adresse deines Unternehmens an. Wenn Deutsche mit einer niederländischen Partei Geschäfte machen, sollte eine niederländische Adresse auf der Website stehen. Das weckt Vertrauen.

Rechtsschutz und allgemeine Geschäftsbedingungen

Wenn du mit deiner Website ins Ausland lieferst, tust du gut daran, eine Rechtsschutzversicherung zu haben, die im betreffenden Land Deckung bietet. Außerdem ist es verpflichtend, die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Website zu haben. Wir empfehlen außerdem, deine SEO vollständig in Ordnung zu haben. In Deutschland wird noch viel gegoogelt, wenn Menschen nach einem bestimmten Produkt suchen. Deshalb ist gute Auffindbarkeit von großer Bedeutung.

Übersetzen

Sorge für eine korrekte Übersetzung auf deiner Website. Vermeide Programme wie Google Translate und ChatGPT. Die Übersetzungen müssen korrekt und fachlich sein, sonst ist der echte Deutsche schon beim ersten Textabschnitt abgesprungen. Entscheide dich deshalb für eine gute Übersetzung, auch der Produktnamen.

Nimm dir die Zeit für eine gute Vorbereitung

Wie du siehst, gibt es verschiedene Punkte, die du berücksichtigen musst, wenn es um E-Commerce in Deutschland geht. Von der Sprache über Zahlungsoptionen bis hin zu anderen rechtlichen Anforderungen. Versuche, die Unterschiede gut zu kartieren, und bereite dich ausführlich vor, bevor du den Schritt machst. Hast du noch Fragen? Nimm gerne Kontakt mit uns auf. Wir stehen bereit, um dir zu helfen.